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Madame Bovary - Sittenbild aus der Provinz - Gustave Flaubert

Gustave Flauberts Meisterwerk, der Roman "Madame Bovary", gibt die fesselnde Geschichte einer von romantischen Träumen beherrschten Frau, die aus ehelicher Enttäuschung, und um der Enge und Langeweile ihres provinziellen Daseins zu entfliehen, Ehebruch begeht, sich in Schulden stürzt und sich zuletzt aus Verzweiflung vergiftet - die glühend begehrte große Liebe hat sie zeitlebens nicht gefunden. Fast fünf Jahre lang arbeitete Flaubert Tag für Tag und mit unendlicher Geduld an der literarischen Formung des Stoffes. Der Vorabdruck des Romans in der "Revue de Paris" (1856) löste das Einschreiten der staatlichen Zensurbehörde aus, und es kam zu einem aufsehenerregenden Prozess, in dem die Anklage auf "Verstoß gegen die öffentliche Moral, die guten Sitten und die Religion" lautete; doch wurden der Verfasser und der mitangeklagte Herausgeber der Zeitschrift freigesprochen, und der Erfolg der Buchausgabe (1857) war gesichert. "Madama Bovary", diese Kritik der Romantik, der "falschen Poesie und der falschen Gefühle" (Flaubert), gilt seither als eines der bedeutensten Werke der Weltliteratur.

2 Kommentare 18.9.10 12:29, kommentieren

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Empörung - Philip Roth

Über das Buch:
Wie wollen wir leben? Wollen wir die Traditionen unserer Eltern fortsetzen - oder müssen wir unser Leben selbst in die Hand nehmen? Philip Roth hat den Roman eines jungen Menschen geschrieben, der revoltiert.
1951, im zweiten Jahr des Koreakriegs, beginnt Marcus Messner aus Newark, New Jersey, sein erstes Semester am idyllischen, konservativen College von Winesburg in Ohio. Warum ausgerechnet hier? Weil sein Vater, ein arbeitsamer, aufrechter Metzger im jüdischen Viertel von Newark, allem Anschein nach verrückt geworden ist - verrückt vor Angst vor den Gefahren des Erwachsenenlebens, den Gefahren der Welt, den Gefahren, die er in jeder Ecke auf seinen heißgeliebten Sohn lauern sieht. Kaum ist Marcus im College, kommt es nicht nur zu einem ersten, ihn völlig verstörenden Erlebnis mit einem fragilen jungen Mädchen, sondern er begegnet auch der Diskriminierung in einer Form, die ihn um so mehr empört, als sie sich nicht deutlich zu erkennen gibt. Wider seinen Willen wird er zum Rebellen, und da er sich im Recht weiß, bleibt er hartnäckig bis zum bitteren Ende.
Empörung ist die Geschichte einer education sentimentale, eine Geschichte, die von Unerfahrenheit handelt, von Torheit, intellekutellem Widerstand, sexuellen Entdeckungen, Mut und Irrtum.

Über den Autor:
1997 erhielt Philip Roth für Amerikanisches Idyll den Pulitzerpreis - 1998 wurde ihm im WEißen Haus die National Medal of Arts verliehen, und 2002 erhielt er die hächste Auszeichnung der American Academy of Arts and Letters, die Gold Medal, mit der unter anderem Dohn Dos Passos, William Faulkner und Saul Bellow ausgezeichnet worden sind. Er hat zweimal den National Book Award und den National Book Critics Circle Award erhalten, dreimal den PEN / Faulkner Award und außerdem den PEN / Nabokow Award und den PEN / Saul Bellow Award.
Philip Roth ist der einzige lebende Amerikaner, dessen Werk in einer umfassenden, maßgeblichen Gesamtausgabe von der Library of America herausgegeben wird.

1 Kommentar 18.9.10 11:59, kommentieren

Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone - Mark Haddon

Über das Buch:
Komplizierte menschliche Gefühle und Stimmungen zu verstehen, fällt Christopher Boone schwer. Er leidet am Asperger-Syndrom, einer leichteren Form des Autismus. Daher geht er zur Sonderschule. Aber in Mathematik ist der Junge geradezu genial. Später wäre er gern einmal Astronaut. Oder Wissenschaftler. Daher lernt er fleißig.

Doch dann findet Christopher im Garten der Nachbarin den toten Wellington. Der Pudel wurde mit einer Mistgabel umgebracht. Christopher mag Hunde sehr. Bei ihnen weiß er, woran er ist. Jetzt muss er unbedingt den Täter finden. Und so durchbricht er seine Isolation, stellt in der englischen Kleinstadt Swindon, die er noch nie verlassen hat, Nachforschungen an und schreibt die Ergebnisse auf - im Stil seines Vorbildes Sherlock Holmes...

Naiv, neunmalklug, aber auch anrührend beschreibt Christopher Boone seine Welt. Was er zu erzählen hat, ist weit mehr als die Lösung des Kriminalfalls - es ist die bewegende Geschichte eines schmerzvollen Reifeprozesses, in dessen Verlauf der Junge begreift, dass er sich nicht allein auf die Erwachsenen verlassen darf. Seine Suche nach dem Verbrecher wird zur zeitlosen Parabel von den Schwierigkeiten, in unserer modernen Welt erwachsen zu werden. Nicht nur für den Literaturkritiker von "Kirkus Reviews" ist Christopher Boone daher ein Nachfahre von Holden Caulfield, dem "Fänger im Roggen".

Über den Autor:
Mark Haddon ist 40 Jahre alt und lebt mit seiner Frau in Oxford. Er wuchs in Northampton auf und studierte in Oxford. Anschließend arbeitete er sechs Jahre mit geistig oder körperlich behinderten Menschen zusammen. Er veröffentlichte 15 Kinderbücher. Für das Kinderprogramm der BBC schrieb er Drehbücher, die ihm zweimal den begehrten BAFTA-Preis eintrugen. "Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone" erlangte in England - der überstrapazierte Begriff sei hier einmal gestattet - Kultstatus und erscheint in 24 Ländern. Auch die Filmrechte wurden bereits verkauft.

1 Kommentar 9.9.10 09:25, kommentieren